Reisebericht Tour Wallis «Rhône» 18.07. – 29.07.2022
Tag 1Wir reisen mit dem Zug nach Andermatt UR und trauen uns dort in das eindrückliche The Chedi-Hotel. Wow! Nun geht’s über die Furka-Strecke nach Oberwald VS unserem Startpunkt. Nach dem Mittagessen werden unsere Velos von Eurotrek angeliefert. |
Tag 2Am anderen Morgen schnüren wir die Wanderschuhe und erklimmen das Eggishorn. Wow! Der Anblick des Aletschgletschers ist umwerfend. Vorbei am Tällisee geht’s hinunter zum Märjelensee. Draussen vor der Gletscherstube beobachten wir das rege Treiben der Berggänger, die von ihrer Gletschertour zurückkommen. Wir stärken uns für den Rückweg durch den Tälligrattunnel zur Fiescheralp. |
Tag 3Mit der Gondelbahn geht’s am nächsten Morgen zurück ins Tal, wo wir unser Gepäck zur Abholung zurücklassen und hinabsausen ins Brigerbad. Wir geniessen das Baden im schönen Thermalbad, jucken von den lässigen Felsen bis zur Weiterfahrt nach Visp. |
Tag 4Von der Drehscheibe Bahnhof Visp gelangen wir mit dem Postauto ins schöne Saas Fee. Auf der Panoramastrasse wandern wir los und ziehen an den Talstationen der Bergbahnen vorbei zur Gletschergrotte hoch. Wir sind beeindruckt von dieser Bergwelt, den vielen Gletschern und hohen Bergen. Weiter geht’s über eine Schwemmlandschaft, hinauf durch Wälder und über Wiesen. Bis zum Bergrestaurant Hannig ist es noch ein ziemliches Stück. Die abwechslungsreiche Landschaft und schönen Ausblicke entschädigen uns für die Anstrengung bei der sommerlichen Wärme. Bei der Bergstation beobachten wir die vielen Murmeli, bevor es mit der Gondelbahn wieder hinunter nach Saas Fee geht. |
Tag 5Tags darauf pedalen wir weiter nach Raron, wo ich auf dem Dorfplatz Halt mache. Die Kinder drehen kurze Zeit später ihre Runden auf einem Pumptrack in Steg. Es folgt einer der unschönsten Streckenabschnitte auf einer Hauptstrasse durch den Pfynwald. Wir sind froh, als wir in Sierre (Siders) ankommen. Unsere Unterkunft befindet sich in Crans Montana. Es gilt noch einen Standort zu finden, wo wir die Velos abstellen können. |
Tag 6Wir erkunden das mondäne Crans Montana und spielen als erstes eine Partie Minigolf. Danach vertreiben sich die Kinder die Zeit auf dem Seilpark. |
Tag 7Heute haben wir nur eine kurze Wegstrecke vor uns. Auf dem Weg nach Sion stranden wir im Erholungsgebiet «Le Domaine des Îles». Der Musik folgend finden wir später auch zu Alaïa Bay. Eine faszinierende Surf Anlage mitten im Wallis. Von der Panoramaterrasse beobachten wir die Wellenreiter und staunen über diesen einzigartigen Ort. Den Abend verbringen wir im Stadtzentrum von Sitten. In der Nähe vom Tourbillon- Stadion schlafen wir die erste von zwei Nächten im ibis Sion Est. |
Tag 8Mit dem Postauto fahren wir am Folgetag hoch nach Nendaz mit der Absicht einer Suone entlang zu wandern. Mit der Gondelbahn geht es zum Aussichtspunkt Tracouet. Die Wanderung eröffnet schöne Ausblicke auf das Rhonetal. Nur leider ist die Suone trocken und der erhoffte Ansporn für die Jungmannschaft bleibt aus. Im Chalet Des Alpes kommen wir zumindest zu einer feinen Stärkung, die uns nochmals Energie für den Rückweg nach Nendaz verleiht. |
Tag 9Im Relais de la Sarvaz in Saillon ist unser nächster Etappenort. Die Kinder geniessen nach der Ankunft das Baden im Pool und Trampolin springen. |
Tag 10Ein turbulenter Tag beginnt. Wir fahren durch eine schöne Gegend mit Weinbergen in der Region Fully. Nach dem «Knick» im Wallis erreichen wir das «Labyrinthe aventures», wo sich die Kinder austoben bis Maurin sich bei einem Sprung verletzt und über Schmerzen klagt. Dann beginnt eine Odyssee, wo Maurin und ich schlussendlich im Spital Monthey landen. Ein Engel namens Vera sorgt dafür, dass alles halb so schlimm ist. Als es im Spital Entwarnung gibt, scheint der Tag gerettet. Dass wir dann in unserem Hotel beim Fondue noch Zeugen von einer wüsten Schlägerei werden und beim Frühstück nochmals eine filmreife Szene erleben, übersteigt unser aller Fassungsvermögen. |
Tag 11So radeln wir am nächsten Morgen froh von dannen und nehmen die Königsetappe an den Genfersee in Angriff. Unbeschreiblich, wenn dann nach 20 km die Mündung der Rhone in den Genfersee sichtbar wird. Durch das eindrückliche Auengebiet «les Grangettes» erreichen wir Villeneuve. Unser Vorhaben das letzte Streckenstück mit dem Schiff nach Montreux zu geniessen, wird verhindert. Die Velos mit Anhänger haben bei den Welschen keinen Platz. Wir bündeln nochmals all unsere Kräfte und legen beim Schloss Chillon einen Zwischenstopp ein. Welch schönes Gefühl als wir nach dieser erlebnisreichen Tour bei der Jugendherberge, direkt am See gelegen, ankommen. Die Abkühlung im See und der einmalige Sonnenuntergang sind das Tüpfelchen aufs i. |
Bei der Heimreise belassen wir es lieber bei drei Sätzen: Es gab einen Moment, den wir bestimmt nicht mehr vergessen. SBB sei Dank. Bei jeder Tour bewahren wir jedoch das Positive: «Wallis. Ins Herz gemeisselt.»












